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2013-06-07 11:29

Bundesratsentscheid macht Gebäudeeffizienz zum Wahlkampfthema.

Heute stehen im Bundesrat die steuerliche Förderung für energetische Gebäudemodernisierung sowie Energieeinsparverordnung (EnEV) und -gesetz (EnEG) auf der Tagesordnung.

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10-Punkte-Sofortprogramm

Don, 07.04.2011 von Martin Bornholdt

Energieeffizienz kann Strom von 10 AKWs einsparen und alle weiteren Meiler wirtschaftlich und klimaneutral ersetzen

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) hat heute in Berlin eine Expertise vorgestellt, wie mit Effizienzmaßnahmen ein schneller Atomausstieg bis zum Jahr 2020 wirtschaftlich gewinnbringend machbar ist. Das mit wissenschaftlicher Beratung des Wuppertal Instituts ausgearbeitete 10-Punkte-Programm schlägt unter anderem die schnelle Einführung des von der Bundesregierung angekündigten Energieeffizienzfonds vor sowie eine bessere Unterstützung von Hausbesitzern bei Sanierungsvorhaben. Allein im Stromsektor könnten jährlich 68,3 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom bis 2020 eingespart werden. Das entspricht der Jahresproduktion von etwa zehn Atomkraftwerken. Durch Effizienzmaßnahmen im Wärmebereich können zudem jährlich 155 Mrd. kWh Wärmeenergie eingespart werden. Dies ermöglicht, alle weiteren Atomkraftwerke klimaneutral zu ersetzen, selbst wenn in den nächsten Jahren der Bedarf an Strom aus fossilen Kraftwerken steigt.

 

Carsten Müller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF): „Energieeffizienz ist der Schlüssel für einen schnellen Atomausstieg ohne zusätzliche CO2-Emissionen und Energieimporte. Sie ist außerdem die sauberste, billigste und sicherste Energiequelle. In der deutschen Energiepolitik muss die gesparte Kilowattstunde vor jedem teuren Meter Netzausbau absolute Priorität haben.“

Laut 10-Punkte-Programm können durch die vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen gesamt­wirtschaftlich pro Programmjahr 19,3 Milliarden Euro Energiekosten eingespart werden. Dem gegenüber stehen zusätzliche Investitionen in Höhe von 11,8 Milliarden Euro, wovon 6,9 Milliarden Euro im Rahmen des Programms an öffentlichen Mitteln benötigt werden. Zudem können zwischen 260.000 und 500.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

 

DENEFF-Geschäftsführer Martin Bornholdt: „Die Effizienzbranche hat ein enormes wirtschaftliches Potenzial und kann zum wahren Job-Motor werden. Dafür müssen jetzt zuverlässige und ambitionierte Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

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